So bescheiden wie die Anfänge der Luxemburger Mundartliteratur sind auch die Anfänge der Buchsbesprechungen im Grossherzogtum. Am 10. März 1841 ist im Journal de la Ville et du Grand-Duché du Luxembourg (im weiteren als Journal bezeichnet) die Besprechung von Koirblumen um Lamperbièreg geplekt zu lesen, ein am Anfang des Jahres erschienener schmaler Gedichtband von Jean-François Gangler, dem zweiten Buch in Luxemburger Mundart nach Antoine Meyer‘s E‘ Schrek ob de‘ Lezeburger Parnassus aus dem Jahre 1829.

Inhaltlich ist die Besprechung wenig ergiebig. Der Autor, der mit „Haré SCHAUS (vun der Dikrecher Academi)“ unterschreibt, will ironisch sein, wird in seinem Vergleich von Gangler und Meyer mit den Klassikern Horaz und Homer eher sarkastisch und bewertet die Bemühungen der beiden Autoren, der Mundart einen schriftsprachlichen Ausdruck zu geben, eher abschätzig, ohne sich anscheinend bewusst zu sein, selber Pionierarbeit zu leisten im Bereich der Verschriftlichung der Mundart, diesmal im Bereich der Sachprosa.

Interessant bleibt der Text heute aus zwei Gründen: Er stellt eines der ganz wenigen Zeugnissen von gedrucktem Luxemburger Deutsch aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts dar. Neben diesem die Linguistik interessierenden Aspekt liefert er, mit seinen mehr oder weniger impliziten Werturteilen, einen Einblick in die Sprachattitüden der Luxemburger Notabeln und, darüber hinaus, in die sprachpolitische Auseinandersetzungen zu einem entscheidenden Zeitpunkt der Luxemburger Sprachengeschichte. Dieser BLOG-Eintrag bietet, neben dem Originaltext eine kurze Darstellung des sprachhistorischen Kontextes und einen Kommentar der Besprechung.

Sprachhistorischer Kontext
Mit der Revolution in den Südprovinzen 1830 ist der Versuch des König-Grossherzog Wilhelm I. gescheitert, sein vom Wiener Kongress neugeschaffenes Reich zu vereinen. Damit hat, zum Bedauern des königstreuen Zeitungsschreibers, die holländischen Sprache in Luxemburg jede Legitimation verloren („‘t holennesch Sproch (huet) hire‘ Kredit ganz verloir“ Zeile 31). Diese bewegte Zeit endet 1839 mit der Teilung des Grossherzogtums, die im Prinzip entlang der Sprachgrenze verläuft. Nachdem der wallonisch sprechende Teil eine Provinz des neuen belgischen Königreiches geworden ist, ist das Rumpfgroßherzogtum deutschsprachig. Die Germanisierungspolitik, die in der von der preussischen Garnison gehaltenen Festungsstadt Luxemburg eingesetzt hatte, wird jetzt auf den ganzen Staat ausgeweitet und verstärkt, mit dem Ziel einen Keil zwischen die Belgier und das Grossherzogtum zu treiben. Der hessische Jurist Hans Daniel Hassenpflug soll als Chef des gesamten Civildienstes diese Politik umsetzen und eine Verwaltung nach dem Muster der anderen Staaten des Deutschen Bundes, zu dem Luxemburg gehört, schaffen.

Die Buchbesprechung beginnt mit einem Seitenhieb gegen den bei den orangistischen Luxemburger Notabeln, deren Sprachrohr das Journal ist, ungeliebten Hessen: „Käsekrämer, Hessen und anderes Ungeziefer“ (Zeile 2) würden unterstellen, dass die Luxemburger weder Deutsch noch Französisch beherrschen. Die Käsekrämer stellen vermutlich eine Anspielung auf die Holländer, genauer die Verwaltung in Den Haag, dar, die ein königstreues Presseorgan auf Französisch so sicher nicht gedruckt hätte. Die Zweisprachigkeit, über deren Infragestellung sich der Autor verwundert gibt, existiert aber nur in einer sehr schmalen Elite1, von einem zeitgenössischen amtlichen Bericht über die Sprachensituation in dem verkleinerten Grossherzogtum auf 5% geschätzt. Der Schreiber will das nicht wahrhaben und spricht sich gegen die Freiheit der Sprachenwahl in amtlichen Geschäften aus (Zeile 3) aus, wie sie in dem Sprachenerlass vom 14. Juni 1832 enthalten ist. Auch wenn es primär machtpolitische Gründe waren, aus denen Wilhelm I. die „deutsche sowohl als die französische Sprache als National-Sprachen des Groß-Herzogthums“ bezeichnete und den Einwohnern freistellte, „sich nach Belieben in einer dieser Sprachen an die Verwaltungen, Magistrate, öffentlichen Beamten und Agenten von jeder Art zu wenden“, so wurde sie doch von der Luxemburger Deutsch-sprechenden Bevölkerung begrüsst und von den orangistischen Notabeln, die im Prinzip alles guthiessen, was vom König kam, durch passiven Widerstand unterlaufen.

Hassenpflug scheitert in seiner Germanisierungspolitik und tritt zurück, da er sich – wie er in seinem Rücktrittsgesuch schreibt – seiner „Hoffnungen, ein deutsches Land, dem französisches Wesen nur eingeimpft ist, dem deutschen Vaterlande in Sprache und Einrichtungen wieder anschließen zu helfen“, beraubt sieht2. Die Notabeln, deren Sprachrohr das Journal ist, haben einen ersten Sieg für die Erhaltung des Französischen errungen. Damit geht es nur vordergründig um Sprachenprobleme, denn wie Albert Calmes richtig schreibt, verteidigen sie ihre Sprache, um ihre Machtstellung zu erhalten: „en défendant le français, le Journal défendait le piédestal sur lequel s’étaient juchés les notables pour dominer, administrer et juger le peuple“3. An den Anfang oder zum Originaltext.

Kommentar
Auch wenn im Text nicht explizit angesprochen, steht der Status des Luxemburger Deutsch im Zentrum der Besprechung. Gangler sieht es zwar auch als eine der „236 Mundarten des eigentlichen Deutschlands“4 an, aber entgegen der damals vorherrschenden Meinung hält er seinen Ausbau zur Schriftsprache für möglich. So schreibt er im Vorwort der Koirblummen, dass „die Luxemburger Sprache, so wie ihre Schwestern, die flämische und die holländische, einer Ausbildung fähig ist, und zur Schriftsprache erhoben werden kann“. Mehr als mit seinem Gedichtband hat Gangler mit seinem 1848 erschienenen Lexicon der Luxemburger Umgangssprache zu diesem Ausbau beigetragen5.

Der Rezensent bezeichnet die Mundart als „Plattdeitsch“ (Zeile 33) und „letzeburger Deitsch“ (Zeile 39), als Muttersprache („Mudersproch“, Zeile 8 ) oder gar als „Land-Muder-Letzeburger-Sproch“ (Zeile 11), deren Verschriftlichung tituliert er als „neimódesch Deitsch“ (Zeile 38). Auch wenn die Luxemburger Literatur noch an ihrem Anfang steht, so stellt er sie als Herausforderung für all jene dar, die die Existenz der Luxemburger Sprache leugnen. Oder in der bildhaften Sprache des Autors: Ganglers Buch ist „eng famés Knaup op f’Nois vun dènen, dé welle‘ prétendéren, dass mir keng Mudersproch hoin“ (Zeile 7f). In Ganglers Lexikon der Luxemburger Umgangssprache steht: „Knaup, pl. -en, f., der Knipp, Knipps, Nasenstüber, la croquignole, chiquenaude. — Holl. knip.“ In diesem Abschnitt scheinen des Kritikers Sympathien für den Dichter zum Ausdruck zu kommen. Nimmt er ihn doch gegen die Nörgeleien jener in Schutz, die keine Ahnung von der eigenen Sprache haben („sie hoi net e mol Kentness vum eschte‘ Buschtaf vun onser Land-Muder-Letzeburger-Sproch“, Zeile 10f), eine Unkenntnis, die von Ungebildetheit zeugt („sie wessen kè‘ Fransésch à kèn Hódeitsch » Zeile 9f). Es ist in der Tat zum Verzweifeln (‘t ass fir an e‘ Grèf ze làffen Zeile 12).

Hatte man bis hierher den Eindruck, der Text sei Gangler eher positiv gesinnt, schlägt der Ton um. Die nächsten Zeilen mokieren sich über jene, die Meyer und Gangler mit den griechischen Klassikern und auch beide untereinander vergleichen ( „Si soutenéren de Meyer wéer a sengen Ausdreck mé auserlièsen, mé classesch, an engem Wurt, sei‘ Stîl het mé Adlechkèt, an en het seng Fieder an mé klor Tente‘ gezopt.“ Zeile 21f). Danach wird die von den Dichtern geschriebene Sprache, nunmehr einfach als Deitsch bezeichnet und aus einer puristischen Perspektive kritisiert: Das Deutsch, das sie uns als unsere Luxemburger Sprache präsentieren, ist vom Teufel („dem Deiwel sein Deitsch“ Zeile 37), es ist Hochdeutsch, ein neumodisches Deutsch, das auf dem Dorfe nicht verstanden wird. Die unverdorbene Landbevölkerung wird als Hort der wahren, zeitlosen Sprache gesehen, die es vor der Modernisierung und deren Ungeist zu schützen gelte („Ed as kè gude‘ Gèscht dèn et ervir hoit broicht.“ Zeile 42).

Doch was würde sich ändern, wenn die Regierung weise und zweckrational genug („verstenneg an économesch“ Zeile 45) wäre, unsere Sprache als alleinige Nationalsprache (Nazionâl-Sproch) anzuerkennen? Erstens bräuchten wir keine Schulen mehr, in denen unsere unschuldigen Kinder sich abmühen müssen („plohen a geheien a stroiwelen“, Zeile 50), die beiden anderen dann unnötigen Sprachen zu lernen. Zweitens würde es keinen Unterschied zwischen Jung und Alt geben, da alle gleich gut reden würden. Drittes bräuchte man keine Rechtschreibung mehr zu beachten, weil jeder schreiben würde, wie er spricht. Niemand bräuchte sich mehr zu schämen, besonders wegen der verfluchten französischen Rechtschreibung („dè verfluchten Ortegraf, dèn etlech Leidt só plot, ze mòl am Franséscheschen“, Zeile 59f).

Unser König, der viele positive Pläne für sein Land hat, könnte diesem keinen grösseren Gefallen tun als zu befehlen, dass die Luxemburger Sprache unsere Nationalsprache sei („dass ‘t Letzeburger Sproch ons Nazionâl-Sproch wéer“, Zeile 63). Dann würde Gangler als Poet anerkannt und er könnte als Professor den Kindern die Finessen unserer Muttersprache beibringen. Dass dieser Schluss, wie der ganze Text, ironisch gemeint ist, wird nochmal auf dreifache Weise angezeigt: erstens „So soll es sein“, schreibt der Kritiker  – allerdings in Form einer lateinischen Formel (Hoc est in votis, das ist mein Begehren), die ihn als Bildungsbürger ausweist – ; zweitens fügt er eine verballhornte Höflichkeitsfloskel („Alles fir Ongut, etc.“) hinzu; drittens unterzeichnet er als Haré SCHAUS, Mitglied einer nicht existierenden Akademie („Dikrecher Academi“), die allerdings in der entlegenen Provinz und nicht etwa auf dem Parnass angesiedelt ist, zu dem Meyer aufbrechen wollte. Obwohl der Name Schaus gängig ist, kann man darin ein Pseudonym vermuten, das auf einen Tölpel verweist, nachzulesen in Ganglers Lexikon „Schauss […], der einfältige Mensch, Halbnarr, Faselhans“.

1841 musste man schon ein Narr sein, um an den zukünftigen Ausbau der Luxemburger Landessprache zu glauben, deshalb verwundert es nicht, dass der Bildungsbürger, der sich hinter dem Pseudonym Haré Schaus verbirgt und selber einen Beitrag zu diesem Ausbau mit seiner Buchbesprechung liefert, diese Entwicklung und sein eigenes Engagement nur mit Ironie quittieren kann. Dass eine Luxemburger Schriftsprache eine eigene, mühsam in der Schule zu erlernende Rechtschreibung haben müsste, konnte er sich nicht vorstellen.

Doch nicht der König-Grossherzog wird das Luxemburgische zur Nationalsprache erheben. Der Volkssouverän, von dem seit der Verfassungsänderung von 1919 alleine die Macht im Staate ausgeht, wird dies im Sprachengesetz von 1984 vollziehen und zwar gegen Argumente, die nicht viel anders lauten als die von Haré Schaus. Und die Kinder lernen noch immer keine Luxemburger Rechtschreibung in der Schule und werden weiter mit der „verfluchten französischen Orthografie“ geplagt, im Namen der Luxemburger Identität6. Zurück an den Anfang

Originaltext
Luxembourg, 10 mars.
KOIRBLUMEN UM LAMPERBIÈREG GEPLEKT,
vun J.-F. G.
(Letzebureg, bei V. Hoffman, ob der Plesdaarem. 1841.)

1) Entlech se‘ mer iewel zó eppes kom! Do woren Leidt, ongvèrstenneg
2) Leidt, Késkrémer, Hessen, an âner Ongeziewer, dé sòten t’Letzeburger
3) kenten kèn Deitsch à kè‘ Fransésch, an doifir mist èn e‘ Freyhèt lossen
4) ob Fransésch an ob Deitsch hir Geschæften ze dreiven. Ower ewèl as
5) et probért, das, wa mir keng ausgemâcht letzeburger Litteratur hoin,
6) dan hoi‘ mer dach e‘ guden Oifang dervun. An dât as, ma Wiereg, kè
7) klenge Béer! Dobey as et, ener ons gesoht, eng famés Knaup op f’Nois
8 ) vun dènen, dé welle‘ prétendéren, dass mir keng Mudersproch hoin.
9) Sie selver hoi‘ keng; weil, net elèng sie wessen kè‘ Fransésch à kèn
10) Hódeitsch, ma, wat nach komescher as, sie hoi net e mol Kentness
11) vum eschte‘ Buschtaf vun onser Land-Muder-Letzeburger-Sproch ….
12) An da‘ wellen se nach kregélen! ‘t ass fir an e‘ Grèf ze làffen.

13) Wât sollen dé woil vun den âlen Gréke‘ wessen, déjénech dé dem
14) Poét Meyer den Titel gin hoin vun Letzeburger Homerus? – Glaat
15) neischt. – Dât beweist dass sie ganz a goir net kennen wât den Ho-
16) merus wor. Wan ower de Meyer soll ‘t Éer behâlen vun dèm schénen
17) Titel, da‘ muss óné fèl den Herr G. den Titel krée‘ vum Letzeburger
18) Horazius. En hoit e‘ verdengt, an e‘ muss e‘ behâlen; è mòl gesoht
19) vir allemòl.

20) Etlech Puristen, wé èn der hei an dò nach begént, dé iwerstreiden
21) dem Herr G. eng Kalitæt. Si soutenéren de Meyer wéer a sengen Aus-
22) dreck mé auserlièsen, mé classesch, an engem Wurt, sei‘ Stîl het
23) mé Adlechkèt, an en het seng Fieder an mé klor Tente‘ gezopt; ; an
24) op dergleichen Ursachen steipen se sech vir de Meyer erob ze hièven.
25) Ower den Herr G. kan se freykenglech auslâchen. Hiè wès wó hien
26) helt; hien hoit geschriewe‘ grad e wé d’gemeng Leidt schwezen; dò
27) wor t’Konscht! dò hoit t’Krom an der Heck gelèhen! Ower de Meyer!
28) wàt hoit en dan vir e so grosse‘ Mérit? As et fleicht weil dé Dikrecher
29) Gazett dem Meyer seng Sproch vir Modèl geholt hoit?

30) ‘t ass ons âner Birger gewess am Hièrze‘ Lèd, dass ‘t holennesch
31) Sproch hire‘ Kredit ganz verloir hoit. Wel der wesse‘ woirfir? ‘t as
32) leicht ze ròden. Ons letzeburger Leidt hoin ‘t Hollenesch verstânen,
33) weil et mat onsem Platttdeitsch iwer e nè kent, a weil dé zwó Spro-
34) chen Kanskanner senn vùn enger selwécher âler Gróssmàm. Ower dât
35) Deitsch wat se ons e weil virdrohen, as wan et ons letzeburger Sproch
36) wéer, dat ass dem Deiwel sein Deitsch. Et reimt sech màm Hódeitsch
37) wé eng Fauscht ob en A. Sicht mer e mòl e Mèer an engem Doirf, am
38) ganze Landt, dèn dât neimódesch Deitsch verstèed; over sicht mer
39) och e mòl èen dèn kè letzeburger Deitsch verstèed! dât hey an ‘t Fran-
40) sésch, dât wessen se al e goirten. Dât ânert, dât schéken s’op t’Schef.
41) Ed as kè gude‘ Gèscht dèn et ervir hoit broicht.

42) Wât ons Lands-Sproch kann netzlech sen, dât wès nach Jiderèn
43) net. Ed as woil derwiert klengt Wirtgen doiriwer ze sohen. Zum
44) Beyspil, los mer setzen ons Régérong wéer verstenneg an économesch
45) genog, enner âner Sâchen, vir ons Sproch blós a muderséleg e leng
46) ze erkennen als Nazionâl-Sproch. Wât geschéch do rausen? – Wât
47) geschéch!! Get recht gut Oicht ob dât wât ech lò wert sohen. Eschtens,
48) da‘ breichte‘ mer all dé Schólen net mé, wo ons onschelleg Kanner
49) sech Johr aus Johr ân musse‘ plohen a geheien a stroiwelen, fir dé
50) zwó âner onédeg Sprochen ze léren. – Zwètens, wan ons Kanner
51) schreiwen a lièsen kénten, dà westen sie Alles wât ’t Sproch ugèt, weil,
52) dèn Avantag hu mir âner letzeburger, enner all‘ obgeklært Velker,
53) an onse‘ jongen Dæg wesse‘ grad wé mer se wesse‘ wammer grò Hoër
54) hoin. A wât ‘t schéntz derbey wéer! dà wéer keng Différenz mè zwe-
55) schen den Jongen an den Ahlen. – Drettens, da‘ wéer den Ortegraf net
56) mé ze beoichten, weil da‘ geng è schreiwen grât wé è schwetzt, só kurtz
57) aus der Fauscht, wé et kent, richt eraus, óné sech weider ze genéren;
58) an da‘ west och Jiderèn dè verfluchten Ortegraf, dèn etlech Leidt só
59) plot, ze mòl am Franséscheschen, só woil am Rièden as wé am
60) Schreiwen.

61) Onse‘ Kineck hoit gewes am Senz vil gut a sché‘ Sâche‘ vir onst
62) Landt herbei ze féeren. E kent neischt bessesch dùn, ass ze befielen,
63) dass ‘t Letzeburger Sproch ons Nazionâl-Sproch wéer. Dàn hoffe‘ mer
64) dass den Herr G., als echste‘ Poét erkannt, Professer genannt get, fir
65) onse‘ Kanner al Finessen ze léren vun der Mudersproch, a fir en och
66) ‘t Reglen ze explicéren vun der schéner Konscht, wò hien gewes e‘
67) grosse‘ Mæschter as. Hoc est in votis.
68) Alles fir Ongut, etc. Haré SCHAUS (vun der Dikrecher Academi).
Source: Journal de la Ville et du Grand-Duché du Luxembourg, 10 mars 1841 Zurück an den Anfang

Fußnoten :
1) Cf. Calmes Restauration280f.  Zurück
2) Zitiert nach Calmes, Restauration 368.  Zurück
3) Calmes, Rév. belge, p. 258.  Zurück
4) Jean-François Gangler,Lexicon der Luxemburger Umgangsprache, Luxemburg 1847, Lamort, Vorwort. Zurück
5) Zu Ganglers Leben und Werk: MULLER, Roger: Jean-François Gangler zum 150. Todestag. In: Nos cahiers : Lëtzebuerger Zäitschrëft fir Kultur 27 (2006) Nr. 1, S. 49-79.  Zurück
6) So schreibt Wengeler in seiner regelmäßigen Jeudi-Kolumne: « Apprendre le français ou l’allemand au Luxembourg, cela doit rester autre chose que l’apprentissage de langues étrangères, comme par exemple celui du français en Allemagne. Le niveau culturel de notre pays, son identité même en dépendent largement. » André Wengeler, Saucissonnage Le Jeudi du 01.03.2012, Seite 37. Zurück

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