Aus welchen Quellen speist sich François Ganglers ‚Lexicon der Luxemburger Umgangssprache‘ (1847)?

François Ganglers (1788-1856) Lexicon der Luxemburger Umgangssprache (LLU) wurde im Rahmen des FNR-Projekts ‚LexicoLux‚ in eine öffentlich zugängliche Online-Datenbank überführt und mit den zwei weiteren luxemburgischen Wörterbüchern vernetzt.

Bei der Arbeit mit diesem Wörterbuch war ich immer wieder überrascht über die Fülle von hauptsächlich französischen und deutschen Zitaten, die Gangler in den Wörterbuchtext einbaute und teilweise auch mit luxemburgischen Übersetzungen versah und es drängt sich die Frage auf, woher Gangler seine Quellen nahm und wie er sie integrierte.

Ganzen Artikel

Etymologie von Schuebermëss, -fouer (September 2010)

Der Begriff Schuebermëss oder Schueberfouer ist sprachgeschichtlich noch nicht zweifelsfrei geklärt. Auf der offiziellen Internetseite des größten Luxemburger Volksfestes lesen wir:

{xtypo_sticky}Der Name „Schueberfouer“ rührt wahrscheinlich vom Ort her, wo der Jahrmarkt zunächst abgehalten wurde, nämlich der „Schuedburg“, dem heutigen Heilig-Geist-Plateau. Von der „Schuedburg“ kam man zur „Schuedmiss“ und dann zur „Schuebermëss“. Andere Quellen bringen die Schobermesse mit dem deutschen Wort „Schober“ in Verbindung. Als Schober wurden früher überdachte Plätze zum Heu- und Strohlagern bezeichnet (Quelle: www.fouer.lu).{/xtypo_sticky}

Ganzen Artikel

Das Wort Dusemang und die Familiennamen Dusemang, Dusemong (August 2010)

In Luxemburg gibt es, wenngleich äußerst selten, die Familiennamen Dusemang und Dusemong (sowie Varianten von diesen). Daneben existiert das Appellativ Dusemang. Über dieses Wort gibt uns das Luxemburger Wörterbuch (LWB) folgende Auskunft:

{xtypo_sticky}dusemang, duussemang, dusemen̂ Adv.: «gemütlich, langsam» — auch als Subst. gebraucht de Papp as esu en Dusemang (zu gut, nachsichtig).{/xtypo_sticky}

Ganzen Artikel

Noch einmal: Luxemburger Auswanderer und ihre Nachfahren in den USA

Am 5. August 2010 wird in Belgium, Wisconsin unter dem Namen „Roots and Leaves“ ein Museum und Kulturzentrum zur „Bewahrung der Wurzeln (und) Pflege der Blätter“ der luxemburgischen Auswanderer in die USA eingeweiht. Eine Gelegenheit sich mit der Konstruktion der Identität dieser Gemeinschaft auseinanderzusetzen. Dies tue ich in einem heute in der Zeitschrift forum veröffentlichten…

Ganzen Artikel

Reform des Sprachunterrichts: Debatte geht weiter

„Die ungeordnete Sprachensituation an luxemburgischen Schulen ist seit langem Quelle vieler Probleme. Wäre die Alphabetisierung auf Lëtzebuergesch ein Schritt zur Abhilfe?“ Mit dieser Fragestellunng kommt die Wochenzeitschrift WOXX in ihrer Ausgabe vom 9. Juli 2010 auf die Kontroverse um die Alphabetiseirung in Luxemburger Sprache zurück und gibt Sabine Ehrhart und Fernand Fehlen das Wort. Den…

Ganzen Artikel

Luxemburger Auswanderer und ihre Nachfahren in den USA

Die American Community Survey, eine Erhebungen die alljährlich von der US-amerikanischen Volkszählungsbehörde durchgeführt wird, ist eine Datenquelle, die auch Informationen über die heute in den Vereinigten Staaten lebenden Einwanderer aus Luxemburg und deren Nachkommen, soweit diese sich zu ihren Luxemburger Vorfahren bekennen, enthält. Für das Jahr 2007 sagen 46.415 Einwohner der Vereinigten Staaten, dass sie…

Ganzen Artikel

Exkurs zu bestueden

Stot – Staat

Sehen wir uns zunächst den Eintrag dieses Wortes im LWB an:

{xtypo_sticky}Stot (Pl. Stéit, Dim. Stéitchen — Echt. Pl. Stitt, Nösl. Pl. Stikt) M.: 1) «Haushalt» — Spw.: wou kee St. as kee Rot — en ale St. hält alles zu Rot — e klenge, e grousse, e beschwéierte St. — si hun e gudde, kee gudde St. — e jonge St. (s. jonk sub 3) — wat mécht dee jonge St.? (wie geht es den Jungverheirateten? — oft an sie selbst gerichtete Frage) — si hun e sonnere St. — déi Al an déi Jonk sin an engem St. — kuck an däi St.! (kümmere dich um deine Angelegenheiten) — iron.: mir haten haut e rouege St. (ein Ehepartner war verstimmt) — hatt huet dat Stéck mat an de St. bruecht — d’Fra huet genuch Aarbecht fir hire St. an der Riicht (Rei) ze halen — si huet genuch Aarbecht mat hirem St. — d’Fra weess de St. nët ze féieren, weess kee St. ze féieren — engem de St. maachen (den Haushalt führen) — mir hun nëmmen e klenge Stéitchen; 2) «Menge» — e St. Geld (cf. Geldstot) — e St. Mënschen, Kanner — wat e St. Pabeier verschreift (verbraucht) deen! 3) «Terrasse» (Weinberg) — e St. am Wéngert ausman (ausstocken).{/xtypo_sticky}

Ganzen Artikel